Wie Sie sich Ihre Führungsarbeit erleichtern

Jahresbeginn: In vielen Firmen stehen Mitarbeitergespräche an. Haben Sie schon Termine mit Ihren Mitarbeitern gemacht?

In den meisten Unternehmen ist das zum Glück bereits Routine, wenn nicht sogar Vorschrift. Häufig sind es die kleineren Unternehmen oder Abteilungen, in denen das Mitarbeitergespräch ignoriert wird. Hier wird der Sinn eines solchen Gespräches nicht gesehen. »Wir sprechen jeden Tag miteinander. Dafür brauchen wir keinen separaten Termin«, ist oft die Aussage.

Falsch! Beim Mitarbeitergespräch geht es nicht um den alltäglichen Austausch. Oder bereiten Sie sich inhaltlich präzise auf gewöhnliche Unterhaltungen vor? Eben!

Bei Mitarbeitergesprächen geht es um grundsätzliche und umfassende Themen – »das große Ganze«. Das regelmäßig stattfindende Gespräch ist ein Führungsinstrument, das Mitarbeiter motivieren und Karrieren fördern kann. Auch das Unternehmen profitiert hiervon in hohem Maße. Strukturierte und inhaltlich gut vorbereitete Mitarbeitergespräche dienen als Grundlage für weitere Mitarbeiterentwicklung. Eine transparente Dokumentation und überprüfbare Zielvereinbarungen sind zudem zwingend erforderlich, um den nachhaltigen Erfolg dieser Gespräche zu garantieren.

Können Sie dies alles von einer Plauderei im Büro erwarten? Eher nicht, weil sich das wertschöpfende Potential des Mitarbeitergesprächs erst durch diese Punkte entfaltet.

Warum zögern Führungskräfte trotzdem so häufig, dieses wertvolle Instrument zu nutzen? Die Gründe können vielfältig sein. Scheu vor der Bewertung des Mitarbeiters, fehlende Motivation zur Vorbereitung oder die Prioritäten liegen auf anderen Schwerpunkten – es ist einfach »zu viel zu tun«.

Das alles sollten keine Gründe sein, das Werkzeug Mitarbeitergespräch auf die lange Bank zu schieben oder gar ausfallen zu lassen.

Als Führungskraft haben Sie vielschichtige Verantwortungen. Es geht nicht nur um die Erledigung von Aufgaben und das Erreichen der Jahresziele. Es geht auch um perspektivische Entwicklung Ihrer Mitarbeiter, die Korrektur der gegenwärtigen Abläufe, die Verbesserung des Betriebsklimas und das Engagement jedes Einzelnen.

In einem gut geplanten und strukturierten Mitarbeitergespräch sollte die Motivation des Mitarbeiters eine wichtige Rolle spielen. Hiermit wird nicht nur auf die Motivation bei der täglichen Arbeit abgezielt. Für die Führungskraft gilt es zu ermitteln, welchen Background der Mitarbeiter mitbringt:

Hat er Vorerfahrungen, die für den Betrieb von ungeahntem Nutzen sein können?

Wo sieht der Mitarbeiter seine Zukunft?

Hat er Interesse an Weiterbildungen, die zukünftig wertvoll für alle sein können?

Echtes Interesse zeigen, die richtigen Fragen stellen – schon fühlt sich der Mitarbeiter als Person und Arbeitskraft wertgeschätzt. Klar, dass er mit so einem Gefühl motivierter aus dem Gespräch hinausgeht, als er hineingegangen ist.

Für die Führungskraft ist so ein Gespräch natürlich anspruchsvoll und nicht ohne Stolpersteine. Doch mindestens einmal im Jahr hat jeder Mitarbeiter es verdient, in diesen Prozess involviert zu werden.

Und mal unter uns – werden Führungskräfte und Unternehmenslenker dafür nicht auch bezahlt.

Nichts ist so beständig wie der Wandel! Unsere Welt und Ihr Betrieb sind permanenten Veränderungen unterworfen. Diese gilt es kontinuierlich anzupassen. (Auf einer geraden Autobahn korrigieren Sie ja auch nach rechts und links und fahren nicht stur geradeaus.) Nur so leisten Sie als Führungskraft Ihren Beitrag, das Unternehmen auch künftig auf der Erfolgsspur zu halten. Selbst in einem erfolgreichen Betrieb, kann das Motto »einfach weiter so« den Stillstand und langfristig den Rückschritt bedeuten. Ständige Optimierung innerhalb des Unternehmensist gefragt. Und hier zählt die Motivation jedes Einzelnen!

Meine Klienten sind oft sehr erfreut, wenn ich Ihnen die zahlreichen Vorteile eines Mitarbeitergesprächs erläutere. Die positiven Aspekte werden häufig schlicht übersehen.

Bitte laufen Sie nicht in die gleiche Falle und halten die tägliche Routine für Erfolg. Routine ist Gift für Erfolg. Erfolg will verdient sein! Und das erfordert Engagement und Motivation.

Themen, die Sie in einem Mitarbeitergespräch ansprechen können:

Diese Fragen stellen nur Beispiele dar. Aber Sie sehen daran: Der Ball wird immer zum Mitarbeitenden zurückgespielt.

Es geht um den größeren Rahmen!

Ein solches Mitarbeitergespräch hat grundsätzlichen Charakter.
Es geht um die grobe Marschroute, um die grundsätzliche Zusammenarbeit.
Es geht aber auch um Erwartungen und Zielabsprachen …
…und es geht um Motivation.

Ich verspreche Ihnen: Wenn Sie nur einige der oben genannten Fragen einsetzen, werden Sie spüren, wie motiviert Ihr Gegenüber reagiert.

Ihr Gegenüber zum Beteiligten machen ist immer ein gutes Mittel der Motivation. Zudem können Sie sich innerhalb des Jahres auf Ihre Vereinbarungen beziehen. Nach dem Motto: »Wir hatten doch zu Jahresanfang XY vereinbart.«

Diese Art des Commitments wirkt anders als die üblichen Zielvereinbarungs-
oder Mitarbeitergespräche. Hiermit setzen Sie auf Gegenseitigkeit.

So einfach und doch so wirksam!

Eine Vereinbarung geht immer in beide Richtungen. In einem vertrauensvollen Arbeitsverhältnis halten sich beide Parteien an Ihren Teil. Tatsächlich haben mir im Laufe meiner Karriere viele Führungskräfte von sehr positiven Erfahrungen berichtet. C-Mitarbeiter haben sich überraschend engagiert in gemeinsame Projekte vergraben und sind auf innovative Ideen gekommen, durch die neue Kunden gewonnen werden konnten. Ich behaupte, diese Erfolge sind auf den gemeinsamen Zielvereinbarungen begründet. Das ist das Geheimnis.

Versuchen Sie´s!

Wenn Sie Lust haben, in Ihrem nächsten Mitarbeitergespräch ein kleines Vorbereitungstool einzusetzen, dann downloaden Sie sich unsere

Checkliste


»Checkliste zu Jahresgesprächen«

 

So gehen Sie gut vorbereitet in Ihre nächsten Gespräche.

Sie möchten sich auf bestimmte Situationen besonders präzise vorbereiten? Dann vereinbaren Sie doch einen kostenlosen Gesprächstermin in unserem Online-Kalender und wir besprechen Ihre Herausforderungen direkt per Zoom oder Telefon.

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Viel Erfolg wünscht

Hans-Gerd Mazur

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